Quantenkryptografie: Sicherheit der Zukunft

Quantenkryptografie ist ein vielversprechendes Verfahren, das die Gesetze der Quantenmechanik nutzt, um Informationen absolut sicher zu übertragen. Anders als klassische Kryptografie, die sich auf mathematische Probleme stützt, basiert Quantenkryptografie auf den fundamentalen Prinzipien der Physik: Messungen an Qubits verändern ihren Zustand, so dass Abhörversuche zwangsläufig entdeckt werden.

Eines der bekanntesten Verfahren ist die Quantenübertragung von Schüsseln mittels „Quantum Key Distribution“ (QKD). Beim BB84-Protokoll senden Sender und Empfänger Photonen mit zufällig gewählten Polarisationen. Jede Manipulation des quantenmechanischen Zustands hinterlässt Spuren in Form von Fehlern, sodass ein Lauschangriff direkt erkannt und der Schlüssel verworfen wird.

Aktuell werden QKD-Systeme bereits von Forschungseinrichtungen und Banken getestet. Auf kurzen Strecken (Über Glasfasern oder per Satellit) lassen sich so abhörsichere Verbindungen aufbauen. Gleichzeitig arbeiten Wissenschaftler an neuen Protokollen wie “Device-Independent QKD”, die noch weniger Annahmen an die verwendete Hardware stellen. Obwohl Quantenkryptografie klassischer Verschlüsselung nicht komplett ersetzt, ist sie eine wertvolle ergänzende Technologie für besonders schützenswerte Daten.

Diagramm der photonischen Qubits mit zwei Polarisationen (horizontal und vertikal) als anschauliche Darstellung für Quantenkryptografie.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen