Während Google mit Geschwindigkeitsrekorden für Schlagzeilen sorgt, konzentriert sich IBM weiterhin stoisch auf das vielleicht wichtigste Ziel der Quanten-Agenda: Fehlertoleranz.
Im Juni 2025 kündigte Big Blue Details zu seinem kommenden Flaggschiff an: IBM Quantum Starling. Dieses System, das bis 2029 vollständig einsatzbereit sein soll, markiert den Übergang von der bloßen Erforschung hin zur echten industriellen Nutzbarkeit.
Was macht „Starling“ so besonders?
Starling ist nicht einfach nur „größer“. Es ist der erste Computer in IBMs Roadmap, der von Grund auf für logische Qubits konzipiert wurde.
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Physische vs. Logische Qubits
Bisherige Quantencomputer leiden unter Rauschen. Ein physisches Qubit verliert seine Information schnell.
Die Roadmap bis 2029
IBM hält Wort. Nachdem 2024 der „Heron“-Prozessor die Fehlerraten bereits drastisch senkte, zielt die Entwicklung nun auf Modularität:
1. 2026-2027: Verbindung mehrerer Quantenprozessoren über klassische und Quanten-Links (Short-Range Couplers).
2. 2029 (Starling): Vollständige Integration von Fehlerkorrektur in Echtzeit.
CEO Arvind Krishna zeigte sich optimistisch: *“Bis 2029 werden wir Probleme lösen, die uns heute noch wie Magie erscheinen – von der präzisen Berechnung neuer Medikamente bis zur Optimierung globaler Finanzströme.“*
Ein Blick in die Zukunft
Mit dem Starling-System visiert IBM eine Rechenleistung an, die rund 20.000-mal komplexere Operationen erlaubt als heutige NISQ-Systeme. Für Unternehmen bedeutet das: Jetzt ist die Zeit, sich auf „Quantum Utility“ vorzubereiten. Wer erst 2029 anfängt, Algorithmen zu entwickeln, wird den Anschluss verpasst haben.
*(Bildquelle: Generiert mit AI, Symbolbild IBM Quantum System)*