Google hat im Dezember 2025 erneut für Schlagzeilen gesorgt: Mit der Veröffentlichung eines neuen Durchbruchs, der auf ihrem neuesten Quantenprozessor „Willow“ erzielt wurde, scheint das Unternehmen einen weiteren großen Schritt in Richtung „nützliches Quantencomputing“ gemacht zu haben.
Der Durchbruch: „Quantum Echoes“
In einer Veröffentlichung, die die Fachwelt aufhorchen ließ, demonstrierte das Google Quantum AI Team eine Simulation, die auf klassischen Supercomputern fast unmöglich wäre. Es geht um sogenannte „Quantum Echoes“ (Quanten-Echos) oder technisch ausgedrückt: Out-of-Order Time Correlator (OTOC)* Funktionen.
Diese Funktionen sind entscheidend, um zu verstehen, wie sich Informationen in komplexen Quantensystemen ausbreiten – ein Prozess, der dem ähnelt, was in Schwarzen Löchern passiert (Scrambling).
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13.000-fache Geschwindigkeit?
Die beeindruckendste Zahl aus dem Bericht: Der Willow-Chip führte die Berechnungen rund 13.000-mal schneller aus, als es auf den aktuell besten klassischen Supercomputern möglich wäre. Was für den Quantenchip weniger als fünf Minuten dauerte, hätte klassisch Jahre oder Jahrzehnte in Anspruch genommen.
Der Willow-Chip: Ein neues Fundament
Der Erfolg basiert auf dem neuen Willow-Prozessor. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern (wie Sycamore) wurde Willow speziell mit Blick auf die Quantenfehlerkorrektur entwickelt.
Was bedeutet das für die Praxis?
Zugegeben, die Simulation von OTOCs klingt sehr abstrakt. Doch sie ist ein „Proof of Principle“. Wenn Quantencomputer komplexe physikalische Phänomene (wie neue Materialien oder Moleküle) simulieren sollen, müssen sie genau diese Art von chaotischen Ausbreitungsprozessen beherrschen.
Google zeigt damit: Wir sind nicht mehr nur bei zufälligen Zahlenspielereien (wie beim ersten „Quantum Supremacy“ Experiment 2019), sondern simulieren echte Physik, die für klassische Rechner zu komplex ist.
Fazit & Ausblick
Das Jahr 2025 endet mit einem starken Signal aus Mountain View. Während IBM mit seiner Roadmap bis 2029 auf riesige, fehlertolerante Maschinen („Starling“) hinarbeitet, zeigt Google, dass auch aktuelle, gut optimierte Chips („Noisy Intermediate-Scale Quantum“ – NISQ) bereits heute wissenschaftlichen Mehrwert liefern können.
Das Rennen um den ersten *universellen*, fehlertoleranten Quantencomputer bleibt spannend – und es beschleunigt sich.
*(Bildquelle: Generiert mit AI, Symbolbild Willow-Prozessor)*